Event-Marketing strukturiert angehen, anstatt auf Besucher zu hoffen

Jeder Stammgast war einmal ein Fremder. So führst du ihn Schritt für Schritt dorthin.

Dieser Artikel zeigt, wie du deine Zielgruppe findest, welche Kanäle sich lohnen, was ein Ticket und ein Kontakt kosten dürfen und wie du ein Publikum aufbaust, das wiederkommt. Am Ende steht eine Checkliste für dein nächstes Event. Vorher ein Reality-Check.

Reality-Check

Dein Event auf einer Plattform einzureichen ist kein Marketing.

Einmal auf Instagram posten übrigens auch nicht.

Bei den meisten Veranstaltern fließt die Mühe ins Event selbst: Line-up, Location, Technik, Catering. Beim Marketing wird das Lenkrad losgelassen. Dabei hilft das beste Event nichts, wenn niemand davon erfährt und der Saal leer bleibt.

Das Event in einen Kalender eintragen, einmal posten und hoffen, dass Leute dich finden, reicht nicht. Vladislav Melnik, Gründer der Marketing-Plattform Chimpify, bringt es auf den Punkt: Hoffnung ist eben keine Marketingstrategie.

Was du stattdessen brauchst, ist Struktur, also drei Antworten: Wen willst du erreichen? Wo sind diese Menschen? Und woran merkst du, ob es funktioniert? Kalender und Instagram sind dabei gute Kanäle. Zur Strategie werden sie aber nur, wenn du mehrere gezielt bespielst und misst, was funktioniert.

Denk in einem Funnel, nicht in einer Ankündigung

Die meisten Veranstalter denken Marketing als einen Moment: Event steht, Ankündigung raus, fertig. Ein Funnel denkt den ganzen Weg, von „hat noch nie von dir gehört" bis „kommt jedes Jahr wieder und bringt Freunde mit". Jede Stufe hat ein eigenes Ziel, und das der ersten ist ausdrücklich nicht der Ticketkauf.

Potenzieller BesucherKontaktBesucherStammgast
Aus dem Trichter wird ein Kreislauf: Jeder Stammgast ist der Startpunkt für dein nächstes Event.
  1. Potenzieller Besucher
    Kennt dich nicht, passt aber zu deinem Event.
    Ziel Aufmerksamkeit und ein erster guter Eindruck
  2. Kontakt
    Findet dich spannend, ist aber (noch) nicht bereit zu kaufen.
    Ziel Die Erlaubnis, sich wieder melden zu dürfen
  3. Besucher
    Hat ein Ticket gekauft und war da.
    Ziel Ein Abend, von dem er erzählt
  4. Stammgast
    Kommt wieder und bringt andere mit.
    Ziel Dass er als Erster vom nächsten Termin erfährt

Entscheidend ist der Schritt von Stufe 1 auf 2. Kaum jemand kauft beim ersten Kontakt: Der Termin passt nicht, der Freundeskreis muss erst gefragt werden, man ist gerade unterwegs. Wer nur auf den Verkauf zielt, verliert alle, die „eigentlich schon Lust hätten", und erreicht sie nie wieder. Wer einen Kontakt gewinnt, kann ein zweites, drittes und viertes Mal fragen.

Stufe 4 macht aus dem Trichter einen Kreislauf: Jeder Stammgast ist der Startpunkt für dein nächstes Event, ohne dass du bei null anfängst.

Funnel ohne Masche

Noch ein letzter Gedanke. Danach wird es praktisch.

Bei einem Funnel denken viele an Druck und Spam. Gerade für ein Nachbarschaftsfest oder eine Party fühlt sich das falsch an.

Schmierig wird es aber erst, wenn jemand heiße Luft verkauft und Druck ausübt. Und das tust du nicht: Bei dir gibt es eine Party, über die man noch lange redet, neue Erlebnisse, Beziehungen oder ein selbstgemachtes Stück aus einem Workshop.

Nach Masche wirkt nicht der Funnel, sondern das Verhalten darin:

Fühlt sich nach Masche an

  • „Nur noch 3 Tickets", obwohl der Saal halb leer ist
  • Drei Mails pro Woche, ohne dass es etwas Neues gibt
  • Käufer ungefragt in den Newsletter packen, ohne Hinweis aufs Abmelden
  • Den Abmeldelink klein und grau verstecken
  • Mehr versprechen, als der Abend halten kann

Fühlt sich nach Gefallen an

  • Ehrlich sagen, wenn es wirklich knapp wird
  • Sich melden, wenn es etwas zu sagen gibt
  • Nur anschreiben, wer selbst Ja gesagt hat
  • Abmelden mit einem Klick
  • Zeigen, wie es wirklich war: echte Fotos, echte Stimmen

Trotzdem zögern viele mit der Werbung für ihr eigenes Event. Es fühlt sich aufdringlich an. Also posten sie einmal und hoffen.

Dabei bist du nicht aufdringlich. Deine Kontakte haben sich selbst eingetragen. Sie wollen von dir hören.

Du drängst dich nicht auf. Du lädst ein.

Damit ist Marketing einfach: Finde mehr Leute, denen dein Event gefällt. Jeder neue Gast bekommt einen guten Abend. Und du bekommst einen vollen Saal.

Abends vor der beleuchteten Bühne des Rummel Rave, das Publikum von hinten
Was du verkaufst, sind Erlebnisse und Erinnerungen, die bleiben. Zur Fallstudie

Verinnerliche: Wer auf deiner Liste steht, hat selbst Ja gesagt, weil er genau das will. Dich zu melden ist kein Nerven, sondern ein Gefallen. Du lieferst gute Events, dein Publikum kommt und bringt Freunde mit. Davon haben beide Seiten etwas.

Jetzt wird es praktisch
Ab hier folgen konkrete Tipps. Leg dir dafür am besten eine Excel-Tabelle an. Nicht jeder Tipp passt zu deinem Event. Trag die passenden ein und probier sie beim nächsten Event aus.

Wer ist deine Zielgruppe — wirklich?

„Alle, die gerne feiern" oder „alle, die sich für Kunst interessieren" ist keine Zielgruppe. Wer alle anspricht, spricht niemanden an. Wer dein Event lieben wird, bestimmt Kanäle, Bilder, Ton und sogar den Start des Vorverkaufs.

Wie stark sich Zielgruppen unterscheiden, zeigt der Vergleich zweier Events mit je „ungefähr 40 Leuten an einem Wochentag":

Business-Frühstück für Gründer

  • Wer kommt: Selbstständige und Gründer, 28–45, beruflich unterwegs
  • Weg von: Einzelkämpfertum, fehlenden Kontakten, Netzwerk-Events voller Visitenkartenverteiler
  • Hin zu: Aufträgen, Austausch auf Augenhöhe, einem verlässlichen Netzwerk
  • Kauft: kurzfristig, wenn der Kalender es zulässt
  • Zu finden: LinkedIn, Gründerzentren, IHK, Coworking-Spaces

Töpfer-Workshop am Sonntag

  • Wer kommt: Kreative Menschen, oft zu zweit, die den Bildschirm hinter sich lassen wollen
  • Weg von: Stress, Bildschirmzeit, Wochenenden ohne Erlebnis
  • Hin zu: etwas mit den eigenen Händen schaffen, eine schöne gemeinsame Zeit
  • Kauft: Wochen vorher, oft als Geschenk
  • Zu finden: Instagram, Pinterest, lokale Läden und Cafés

Dieselbe Anzeige würde bei einer der beiden Gruppen ins Leere laufen. Business- und Netzwerk-Events findest du eher auf LinkedIn, Kunst-Workshops eher auf Instagram, Gaming- und Tech-Communitys eher auf Discord und Reddit. Beim Dorffest wirken das Plakat beim Bäcker und die Vereinsgruppe auf WhatsApp oft mehr als jede Anzeige.

Deine Zielgruppe auf Daten statt Bauchgefühl bauen

Melnik nennt das Ergebnis einen Kundenavatar: eine konkrete Person, die für dein Wunschpublikum steht. Erfinde ihn nicht, sondern leite ihn aus dem ab, was du schon weißt.

  • Schau dir an, wer schon gekauft hat. Woher kommen deine Gäste, wie viele Tickets kaufen sie pro Bestellung, wie kurzfristig entscheiden sie sich? Wer hatte am meisten Spaß, kommt wieder, empfiehlt dich weiter?
  • Frag nach. Drei, vier offene Fragen nach dem Event bringen mehr als jede Annahme: Wie hast du von uns erfahren? Was hat dich überzeugt? Was hätte dich fast abgehalten?
  • Schreib die Motive auf. Wovon will deine Zielgruppe weg, wo will sie hin? Genau diese Worte gehören in deine Texte.
  • Notiere die Informationsquellen. Welche Accounts, Newsletter, Gruppen, Orte und Medien nutzt deine Zielgruppe? Das ist deine Kanalliste.

Wo du deine Leute erreichst

Du musst nicht überall sein. Zwei, drei Kanäle, auf denen deine Zielgruppe wirklich unterwegs ist, schlagen sieben halbherzig bespielte.

  • Direkt. Partner, Vereine, Locations, Plakate, Flyer und Mundpropaganda, gerade lokal unterschätzt. Messen: Verkäufe über einen eigenen Link oder QR-Code pro Partner oder Plakat.
  • Social Media. Sichtbarkeit, Stimmung und die Menschen hinter dem Event zeigen. Messen: Klicks auf den Ticketlink und neue Kontakte, nicht Likes.
  • E-Mail. Kontakte zu Besuchern machen, Vorverkauf eröffnen, Stammgäste halten. Messen: Öffnungen, Klicks und Tickets pro Mail.
  • Content. Rückblicke, Fotos, Interviews mit Künstlern: Gründe, dir zu folgen, bevor das Ticket ansteht. Messen: neue Kontakte, die über den Beitrag kommen.
  • Anzeigen. Reichweite schnell und gezielt kaufen, gut zum Testen von Botschaften. Messen: Kosten pro verkauftem Ticket oder pro neuem Kontakt.
  • Website und Eventseite. Der Ort, an dem alles zusammenläuft und gekauft wird. Messen: Anteil der Besucher, die ein Ticket kaufen oder sich eintragen.

Reichweite auf Social Media ist gemietet. Deine Kontaktliste gehört dir.

Ändert Instagram morgen seinen Algorithmus, sehen deine Follower deine Posts nicht mehr. Eine Mail an deine Kontakte kommt an. Jeder gemietete Kanal sollte deshalb auf ein Ziel einzahlen: Menschen in deine eigene Liste oder Community zu holen.

Eventfotos sind dein bester Content, aber nicht jedes Foto darf in deine Werbung. Was du dabei beachten musst, bekommt einen eigenen Artikel in diesem Ratgeber.

Für Publikumsevents: Instagram, Meta und Google

Partys, Konzerte, Workshops und Stadtfeste leben von Bildern und Stimmung. Dein Publikum findet dich hier meist auf Instagram, und dort lohnt sich auch der meiste Aufwand:

  • Gemeinsame Beiträge. Veröffentliche Ankündigungen zusammen mit Künstlern, Location oder Partnern als Collab-Beitrag. Er erscheint auf beiden Profilen und erreicht deren Follower gleich mit.
  • Echtes Material vom letzten Mal. Ein kurzes Video vom letzten Abend überzeugt mehr als jede Grafik, weil es zeigt, was die Leute erwartet.
  • Countdown in der Story. Mit dem Countdown-Sticker lassen sich Follower an den Vorverkaufsstart erinnern. Instagram meldet sich bei ihnen, sobald es losgeht.
  • Meta-Anzeigen (Facebook und Instagram). Erreichen Menschen nach Region, Alter und Interessen. Zieh den Radius eng um deinen Ort und bewirb zuerst Beiträge, die schon ohne Werbung gut liefen: Die haben ihren Test bereits bestanden.
  • Google Ads. Erreicht Menschen in dem Moment, in dem sie suchen: „Töpferkurs Leipzig" oder „Silvesterparty Hamburg". Lohnt sich, wenn nach Events wie deinem gesucht wird.

Für alle Plattformen gilt: eigener Link pro Kampagne, und nach den Zahlen aus dem Abschnitt zum Werbebudget entscheiden, nicht nach Reichweite.

Lokal: Plakat, Flyer, Veranstaltungskalender

Je lokaler dein Event und je weniger dein Publikum am Handy hängt, desto öfter schlagen direkte Wege jede Anzeige: das Plakat im Café nebenan, der Flyer im Vereinsheim, ein Gespräch auf dem Wochenmarkt. Mit einem eigenen QR-Code pro Plakat misst du auch das.

Fast jede Stadt hat außerdem einen offiziellen Veranstaltungskalender, in den du dein Event kostenlos einträgst. Zwei Beispiele aus dem Norden:

Für deine Stadt hilft eine Suche nach „Veranstaltung eintragen" und dem Stadtnamen. Stadtmagazine und Lokalzeitungen nehmen Termine oft ebenfalls kostenlos auf.

Für Business-Events: LinkedIn

Für Gründerfrühstück, Fachkonferenz oder Netzwerkabend sitzt dein Publikum auf LinkedIn. Dort findest du genau die Menschen, die du suchst, und sprichst sie direkt an:

Konferenz: ein Redner auf der Bühne vor vollem Saal
Bei Business-Events zählt, wer im Saal sitzt. Diese Menschen findest du nach Beruf, nicht nach Interessen.
  • Sales Navigator zum Finden. Über 40 Filter, darunter Jobtitel, Position, Branche, Unternehmensgröße und Region. „Geschäftsführer von Agenturen mit 10 bis 50 Mitarbeitenden in Leipzig" ist damit eine Suche, kein Ratespiel. Treffer speicherst du in Listen und wirst benachrichtigt, wenn jemand postet oder den Job wechselt: ein guter Anlass für eine erste Nachricht. Rechne mit rund 90 bis 120€ im Monat zzgl. MwSt.; für ein einzelnes Event reicht oft ein Monat.
  • InMail zum Anschreiben. Sales Navigator enthält 50 InMails im Monat an Menschen, mit denen du nicht vernetzt bist. Antwortet jemand innerhalb von 90 Tagen, bekommst du das Guthaben zurück. LinkedIn belohnt also Nachrichten, die gelesen werden wollen: Biete in der ersten etwas an, statt gleich einzuladen.
  • Kontaktanfragen mit persönlicher Notiz. Wer mit dir vernetzt ist, sieht deine Beiträge und lässt sich zu deinem Event einladen.
  • LinkedIn-Events zum Einladen. Leg deinen Termin zusätzlich als LinkedIn-Event an und lade bis zu 1.000 deiner Kontakte pro Woche direkt ein.

Zwei Grenzen: LinkedIn liefert Nachrichten-Anzeigen (Werbung direkt ins Postfach) in der EU nicht aus, und es verbietet Tools, die automatisch Anfragen und Nachrichten verschicken. Wer damit auffällt, riskiert die Sperre seines Kontos. Direkte Ansprache bleibt Handarbeit, und jede Nachricht muss sitzen.

Lass deine Gäste für dich werben

Auf Konferenzen, Fachevents und Messen wollen deine Gäste selbst gesehen werden. Gib ihnen etwas zum Teilen: eine fertige „Meet me at"-Karte mit Name, Foto und deinem Event. Für Speaker heißt sie „Ich spreche auf …", für Aussteller „Besucht uns an Stand 12", für Teilnehmende „Ich bin dabei. Wer noch?". Auf LinkedIn oder Xing geteilt, landet jede Karte bei Menschen aus derselben Branche, also genau in dem Netzwerk, das du suchst.

Alle haben etwas davon: Speaker und Aussteller füllen ihren Kalender vorab mit Gesprächen, Teilnehmende verabreden sich, und du bekommst Reichweite mit eingebauter Empfehlung. Die Karte macht es nur leicht, etwas zu teilen, das ihnen selbst nützt.

  • Fertig vorbereiten. Name, Foto, Rolle und Event sind schon eingesetzt, Teilen ist ein Klick. Jeder Handgriff weniger heißt mehr geteilte Karten. Eine Vorlage in Canva oder einem ähnlichen Tool genügt: einmal gestalten, pro Person Name und Foto tauschen, als Bild verschicken.
  • Einen Anlass mitliefern. Uhrzeit und Raum des Vortrags, die Standnummer, ein „Lass uns dort treffen". Eine Karte mit Anlass wird kommentiert, eine ohne überscrollt.
  • Pro Speaker und Aussteller ein eigener Link. Mit einem Partner-Link siehst du, wessen Netzwerk wirklich Tickets kauft. Beim nächsten Mal weißt du dann, wen du zuerst fragst.

Influencer: Reichweite mit Vertrauensvorschuss

Statt Anzeigen kannst du Reichweite bei einer Person einkaufen, der deine Zielgruppe schon zuhört. Das funktioniert nur in der passenden Nische: dort, wo Menschen einem Influencer genau wegen dieses Themas folgen und dein Event die natürliche Fortsetzung seiner Inhalte ist:

Wirkt oft

  • Ein Lauf-Event, angekündigt von der lokalen Laufcommunity, die selbst mitläuft
  • Eine Techno-Party, geteilt vom DJ-Kollektiv, dem die Szene folgt
  • Ein Töpferkurs, den eine Keramik-Creatorin besucht und ihr Ergebnis zeigt
  • Fast jedes Stadtevent auf lokalen „Was geht am Wochenende"-Accounts

Wirkt selten

  • Eine Fachkonferenz, beworben von einem Lifestyle-Account
  • Ein Dorffest: Hier haben Vereinsvorstand und Lokalzeitung das Gewicht
  • Ein großer Account mit bundesweitem Publikum für ein Event in einer Stadt
  • Jemand, der dein Thema sonst nie anfasst

Bei Business-Events sind die Influencer die Speaker auf deiner Bühne und bekannte Köpfe der Branche. Ihr Netzwerk ist dein Publikum, und sie haben selbst Interesse an einem vollen Saal. Mit den Meet-me-Karten von oben machst du ihnen das Teilen leicht.

Testfrage vorab: Würde diese Person auch ohne Bezahlung zu deinem Event gehen? Wenn ja, glaubt ihr Publikum die Empfehlung. Und weil auch ein passender Account eine Niete sein kann (gekaufte Follower, Publikum aus der falschen Stadt), gilt:

  • Vorher prüfen. Kommentieren echte Menschen? Wo sitzt das Publikum? Lass dir die Statistik zu Reichweite und Standort der Follower zeigen.
  • Eigener Link pro Influencer. Mit einem Partner-Link in Ticketwow siehst du, wie viele Tickets wirklich darüber verkauft wurden, und rechnest die Kosten pro Ticket wie bei jeder anderen Kampagne.
  • Nach Ergebnis bezahlen, wo es geht. Eine kleinere Pauschale plus Provision pro verkauftem Ticket teilt das Risiko, und die verkauften Tickets liefert dir derselbe Link.
  • Als Werbung kennzeichnen. Bezahlte Beiträge müssen klar als Werbung erkennbar sein. Achte darauf, auch in deinem eigenen Interesse.

Erst geben, dann einladen

Eine Einladung von einem Fremden landet im Papierkorb, ob per Mail, Direktnachricht oder WhatsApp. Niemand tritt einer Community bei, nur weil ihn jemand darum bittet, den er nicht kennt. Aufmerksamkeit und Vertrauen verdienst du, indem du zuerst etwas Wertvolles gibst, ohne etwas zu verlangen:

  • Business-Events: eine Checkliste, die Folien des letzten Vortrags, die drei wichtigsten Erkenntnisse aus der letzten Runde.
  • Workshops und Kurse: eine Anleitung, ein Video mit einem Kniff, eine Schnupperstunde.
  • Partys und Konzerte: das Aftermovie, die Playlist des Abends, ein Blick hinter die Kulissen.

Wer schon etwas von dir hatte, will mehr davon und trägt sich ein, weil es sich lohnt. Die Reihenfolge ist immer dieselbe, egal über welchen Kanal du die Menschen erreichst:

WertVertrauenEinladung

Gib Geld aus, um Geld zu verdienen

Viele behandeln Werbung als Rechnung, die klein bleiben soll: ein paar Euro für einen „beworbenen Beitrag", und verkauft sich danach nicht spürbar mehr, war es rausgeworfenes Geld. Das Problem ist die Frage. „Was kostet Werbung?" lässt sich nicht sinnvoll beantworten, „Was bekomme ich für jeden Euro?" schon.

Werbung ist kein Kostenpunkt, sondern ein Einkauf von Tickets und Kontakten. Weißt du, was beides kostet und einbringt, wird jede Kampagne zur Rechnung statt zur Glaubensfrage. Eine Kampagne, die sich rechnet, darfst du ruhigen Gewissens größer machen.

Die Zahlen, die du kennen musst

Ticketumsatz pro Werbe-Euro

Ticketumsatz ÷ Werbeausgaben
Im Marketing ROAS genannt. 800€ Umsatz aus 400€ Werbung ergibt 2. Ob das Gewinn ist, zeigt erst die Obergrenze pro Ticket.

Kosten pro Ticket

Werbeausgaben ÷ verkaufte Tickets
Gezählt werden nur die Tickets, die über den Link der Kampagne verkauft wurden.

Kosten pro Kontakt

Werbeausgaben ÷ neue Kontakte
Zählt auch alle, die über die Kampagne kamen und (noch) nichts gekauft haben.

Obergrenze pro Ticket

Ticketpreis netto − Kosten pro Gast
Gebühren, Material, das inklusive Getränk. Mehr darf ein über Werbung verkauftes Ticket nicht kosten.

Die Obergrenze übersehen die meisten. Saalmiete, Gage und Technik zahlst du sowieso, ob der Raum voll ist oder leer. Ein Ticket, das 30€ Werbung kostet und 42€ einbringt, ist deshalb kein teures Ticket: Ohne die Kampagne bliebe der Platz leer. Es bleiben 12€ übrig. Plane trotzdem etwas Puffer ein, denn manche, die über den Kampagnenlink kaufen, wären auch so gekommen.

Was ein Kontakt wert ist

Ein Ticket ist nach dem Event abgerechnet, ein Kontakt kauft immer wieder. Seinen Wert schätzt du aus deinen eigenen Zahlen: Wie viele Kontakte kaufen im Schnitt ein Ticket für das nächste Event, und wie viele Events machst du im Jahr?

Angenommen, von 100 Kontakten kaufen bei jedem Termin 8 ein Ticket, das dir 42€ einbringt. Bei vier Terminen im Jahr sind sie 100 × 8% × 4 × 42€ ≈ 1.340€ wert, gut 13€ pro Kontakt. Damit weißt du, was ein Kontakt kosten darf. Selbst eine Kampagne, die über die Tickets nur ihre Kosten einspielt, lohnt sich: Die Kontakte zahlen sich das ganze Jahr aus.

Rechenbeispiel: Töpfer-Workshop

  • Ticket 59€ netto, davon kosten Material und Gebühren 17€, es bleiben 42€ pro Ticket
  • Instagram-Kampagne über einen eigenen Link: 400€
  • Ergebnis: 12 Tickets und 60 neue Kontakte
  • Ticketumsatz pro Werbe-Euro: 708€ ÷ 400€ ≈ 1,8, über der Gewinnschwelle von 59€ ÷ 42€ ≈ 1,4
  • Kosten pro Ticket: 400€ ÷ 12 ≈ 33€, unter den 42€ und damit im Plus
  • Direkt verdient: 12 × 42€ − 400€ = 104€
  • Kosten pro Kontakt: 400€ ÷ 60 ≈ 6,70€
  • Wert pro Kontakt, wenn 8% zu jedem der 4 Termine im Jahr kommen: 8% × 4 × 42€ ≈ 13€ im Jahr
  • Aus den 60 Kontakten über das Jahr: 60 × 13€ ≈ 800€ zusätzlich

Auf den ersten Blick hat die Kampagne 104€ gebracht, tatsächlich legt sie den Grundstein für rund 800€ im nächsten Jahr. Die Zahlen im Beispiel sind ausgedacht; nach zwei, drei Events ersetzt du sie durch echte. Mit echten Zahlen weißt du, ob sich eine Kampagne gelohnt hat, statt es zu vermuten.

Klein testen, dann größer machen

  • Leg vorher fest, was ein Ticket und ein Kontakt höchstens kosten dürfen. Dann weißt du schon während der Kampagne, ob sie läuft, und nicht erst hinterher.
  • Starte mit einem kleinen Testbudget, zum Beispiel 50 bis 100€, und probiere zwei Varianten gegeneinander aus: anderes Bild, anderer Text, andere Zielgruppe.
  • Gib jeder Kampagne einen eigenen Link. Werbeplattformen melden dir Reichweite und Klicks, aber nicht, wie viele Tickets daraus wurden. Das weiß nur dein Ticketshop.
  • Urteile nicht nach zwei Tagen. Gerade bei Events, die früh gebucht werden, kommen viele Käufe erst mit Verzögerung.
  • Erhöhe das Budget für das, was sich rechnet, und stoppe den Rest. Bringt eine Kampagne mehr ein, als sie kostet, ist ein zu niedriges Budget das Problem.

Bei Ticketwow legst du dafür mit dem Add-on Partner-Links jeden Partner einmal an und bekommst für jedes Event automatisch einen eigenen Link. Ein „Partner" kann auch eine Kampagne oder ein Plakat sein. Pro Event siehst du Aufrufe und verkaufte Tickets je Link; Erstattungen werden automatisch abgezogen. Legst du deine Werbeausgaben daneben, hast du den Ticketumsatz pro Werbe-Euro schwarz auf weiß.

Nur was du misst, kannst du planen

„Instagram läuft ganz gut" ist kein Messwert. Ohne Zahlen weißt du nicht, welcher Euro und welche Stunde etwas gebracht haben, und wiederholst deine Fehler. Du brauchst kein Analytics-Studium, sondern ein paar Werte, die du nach jedem Event in deine Tabelle schreibst:

  • Woher kamen die Käufer? Gib jedem Kanal einen eigenen Link oder QR-Code. So siehst du, welcher Kanal Tickets bringt und welcher nur Applaus.
  • Wie viele neue Kontakte hast du gewonnen? Sie sind dein Publikum für das nächste Event und langfristig die wichtigste Zahl.
  • Wie viele Besucher kamen wieder? Zeigt, ob du ein Publikum aufbaust oder jedes Mal von vorne anfängst.
  • Wann wurde verkauft? Zeigt, ob deine Leute früh oder spontan buchen und wann du nachlegen musst.

Gibst du Geld für Werbung aus, gehören auch die Kosten pro Ticket und pro Kontakt in deine Tabelle.

Warme Kontakte sind Gold wert

Wer schon auf deinem Event war, kennt dich. Ihn erneut zu überzeugen kostet einen Bruchteil dessen, was ein Fremder kostet. Das ist keine Event-Besonderheit, sondern eine der am besten untersuchten Regeln im Marketing:

5–25×
teurer ist es, einen Neukunden zu gewinnen, als einen bestehenden zu halten
Harvard Business Review
+25–95%
Gewinn durch eine um 5% höhere Kundenbindung
Frederick Reichheld, Bain & Company
32:1
Return auf E-Mail-Marketing in Medien, Events, Sport und Unterhaltung
Litmus, State of Email 2020

Zur Einordnung: Die Bain-Zahlen stammen aus Dienstleistungsbranchen wie Banken und Versicherungen, die Litmus-Werte aus Selbstauskünften. „Jeder Stammgast bringt genau 95% mehr" lässt sich daraus nicht ableiten. Die Richtung ist aber eindeutig, und ein Stammgast ist genau so ein wiederkehrender Kunde, nur mit Ticket.

Der Haken: Warme Kontakte sind nur dann etwas wert, wenn du sie erneut anschreiben darfst. Eine E-Mail-Adresse aus einer Ticketbestellung ist nicht automatisch eine Erlaubnis für Werbung.

Kontakte sammeln, die du auch nutzen darfst

Für Werbe-Mails brauchst du in aller Regel eine ausdrückliche Einwilligung, und die musst du nachweisen können.

  • Freiwillig, nicht gekoppelt. Das Ticket darf nicht davon abhängen, dass jemand dem Newsletter zustimmt. Ein vorausgefülltes Häkchen zählt nicht.
  • Double-Opt-in. Erst der Klick auf den Link in der Bestätigungsmail belegt, dass die Adresse der Person gehört und sie zugestimmt hat. Ohne diesen Nachweis stehst du bei einer Beschwerde mit leeren Händen da.
  • Abmelden mit einem Klick. Jede Mail braucht einen Abmeldelink, der sofort wirkt. Wer sich abmelden kann, bleibt entspannter auf deiner Liste.
  • Jede Person für sich. Wer vier Tickets kauft, kann nur für sich selbst einwilligen, nicht für die drei Freunde.

Für Menschen, die schon bei dir gekauft haben, gibt es eine Ausnahme (§ 7 Abs. 3 UWG): Du darfst ihnen ohne Einwilligung Werbung für deine eigenen, ähnlichen Events schicken, solange sie nicht widersprochen haben und du schon beim Kauf und in jeder Mail darauf hinweist, dass sie jederzeit widersprechen können.

Die Ausnahme ist aber der schwächere Weg: Sie gilt nur für ähnliche eigene Events, und wer einmal widerspricht, fällt heraus. Die bessere Grundlage bleibt das Double-Opt-in: Die Person hat ausdrücklich Ja gesagt, und du kannst es lückenlos nachweisen. Die Einzelheiten, auch zu kostenlosen Tickets, bekommen einen eigenen Artikel in diesem Ratgeber.

So hilft dir Ticketwow dabei

Bei Ticketwow ist dein Ticketverkauf gleichzeitig der Ort, an dem deine Kontaktliste wächst, sauber und nachweisbar:

  • Kontakte aus jeder Bestellung. Nach dem Kauf können Käufer auf ihrer Bestellseite freiwillig zustimmen, über künftige Events informiert zu werden. Das Ticket haben sie dann schon, die Zustimmung ist also nie daran gekoppelt.
  • Double-Opt-in inklusive. Die Bestätigungsmail verschickt Ticketwow automatisch, und erst bestätigte Kontakte landen auf deiner Liste, mit Zeitpunkt der Einwilligung.
  • Mail-Kampagnen direkt aus Ticketwow. Kündige dein nächstes Event zuerst deinen Kontakten an, gib ihnen einen Frühbucher-Vorsprung oder schick nach dem Event ein Dankeschön mit Fotos. Ohne Export, ohne zweites Tool.
  • Abmeldung, die sofort wirkt. Jede Mail enthält einen Abmeldelink, und wer sich abmeldet, bekommt keine Werbung mehr.

Mehr als eine Liste: Baue eine Community

Manche Besucher wollen nicht nur informiert werden, sondern dazugehören. Wer jeden Monat zum Lauftreff, zur Rave-Reihe oder zum Open-Mic kommt, ist Teil einer Szene und will auch zwischen den Terminen wissen, was los ist. Für sie ist eine eigene Community das Wertvollste, was du aufbauen kannst: Die Mitglieder sind freiwillig beigetreten, um von dir zu hören, und genau deshalb darfst du sie ansprechen.

Nicht jedes Event trägt eine Community. Wer einmal zur Hochzeitsmesse geht, will danach keiner Gruppe beitreten. Faustregel: Je regelmäßiger deine Events stattfinden und je mehr sich deine Gäste kennen oder kennenlernen wollen, desto eher lohnt es sich.

WhatsApp-Communitys: Deine Ankündigung landet in der Hand

Deine Ankündigung landet weder in einem Feed, den ein Algorithmus sortiert, noch im Werbe-Tab des Postfachs. Sie kommt als Nachricht aufs Handy deiner Gäste, zwischen die Chats mit ihren Freunden.

Kein Feed, kein Algorithmus, kein Werbe-Tab: Die Ankündigung landet direkt auf dem Sperrbildschirm.
  • Ankündigungen ohne Durcheinander. In die Ankündigungsgruppe einer Community schreiben nur Admins, Mitglieder können dort nicht antworten. Genau richtig für Vorverkaufsstart, Line-up und die letzten Tickets.
  • Gruppen für den Austausch. Daneben legst du Gruppen an, in denen sich deine Gäste selbst unterhalten: Fahrgemeinschaften, Fotos vom letzten Abend, Fragen zum nächsten Termin. Sie machen aus einer Verteilerliste eine Community.
  • Nummern bleiben privat. In der Ankündigungsgruppe sieht nur der Admin, wer dabei ist. Das senkt die Hürde beizutreten.
  • Beitreten per Link oder QR-Code. Am Einlass, auf der Bühne, auf den Tischen, in der Danke-Mail, am besten bei höchster Stimmung.

Aber auch WhatsApp gehört nicht dir. Ändert Meta die Regeln oder wird dein Konto gesperrt, ist die Community weg. Sieh sie als Ergänzung zur E-Mail-Liste, nicht als Ersatz: In der Community lädst du auf die Liste ein, in der Mail in die Community. Nutze eine eigene Nummer mit WhatsApp Business, damit Event und Privatleben getrennt bleiben, und poste nur, was deinen Mitgliedern etwas bringt. Wer genervt ist, verlässt die Community mit zwei Fingertipps.

Ein Event-Zyklus in der Praxis

1
Vor dem Vorverkauf
Zielgruppe und zwei, drei Kanäle festlegen. Für jeden Kanal einen eigenen Link vorbereiten, Werbebudget und Obergrenze pro Ticket festlegen.
2
Vorverkaufsstart
Zuerst an deine Kontakte und deine Community, mit einem kleinen Vorsprung oder Frühbucherpreis. Wer dir die Erlaubnis gegeben hat, sich zu melden, soll davon auch etwas haben.
3
Die Wochen danach
Neue Leute über die gewählten Kanäle erreichen, mit dem Ziel, sie mindestens als Kontakt zu gewinnen. Zwischendurch auf die Zahlen schauen und nachsteuern.
4
Am Abend
Ein unvergessliches Event. Das ist immer noch dein bestes Marketing. Ein QR-Code zu deiner Community am Einlass oder auf der Bühne holt die Leute ab, solange sie begeistert sind.
5
Bis 48 Stunden danach
Danke sagen, Fotos zeigen, eine kurze Umfrage mitschicken. Die Antworten schärfen deine Zielgruppe für das nächste Mal.
6
Nach dem Event
Zahlen in deine Tabelle eintragen. Dein nächstes Event beginnt mit einer Liste von Menschen, die dich schon kennen.

Checkliste für dein nächstes Event

  • Beschreibe deine Zielgruppe als eine konkrete Person: wer, wovon weg, wohin, wo unterwegs.
  • Wähle zwei, drei Kanäle, auf denen genau diese Person wirklich ist, und lass den Rest weg.
  • Gib Fremden zuerst etwas Wertvolles, bevor du sie einlädst, statt kalte Werbenachrichten zu schicken.
  • Gib Speakern, Ausstellern und Gästen eine fertige Meet-me-Karte, die sie gern teilen.
  • Gib jedem Kanal einen eigenen Link, damit du weißt, was verkauft.
  • Rechne vor jeder Kampagne aus, was dich ein Ticket und ein Kontakt höchstens kosten dürfen, und vergleiche danach Werbeausgaben mit Ticketumsatz.
  • Mach aus jeder Begegnung einen Kontakt, nicht nur aus jedem Kauf.
  • Sammle Einwilligungen freiwillig und per Double-Opt-in, damit du deine Kontakte auch anschreiben darfst.
  • Prüfe, ob deine Events eine Community tragen, und lade am Abend per QR-Code dazu ein.
  • Öffne den Vorverkauf zuerst für deine Kontakte und deine Community.
  • Schreib nach jedem Event die Zahlen auf: Herkunft der Käufer, Kosten pro Ticket und Kontakt, neue Kontakte, wiederkehrende Gäste.

Vom Bauchgefühl zur Routine

Probieren geht hier wirklich über Studieren. Am Anfang wirkt Marketing wie ein Berg: zu viele Kanäle, zu viele Ratschläge und nie die Gewissheit, ob es reicht. Weiterlesen bringt dich da nicht hoch. Du musst loslegen und Dinge ausprobieren.

Aber probier strukturiert: ein Kanal, ein festes Budget, ein eigener Link und vorher eine Zahl, an der du den Erfolg misst. Das Ergebnis entscheidet, was du als Nächstes tust: weitermachen, ändern oder aufhören. So wird aus dem Berg eine Reihe kleiner Schritte, und jeder Schritt zeigt dir den nächsten.

Wenn du weißt, was dich ein Kontakt kostet und was er dir bringt, wird aus „Lohnt sich das?" eine Rechnung. Jede Kampagne lehrt dich etwas, statt nur Geld zu kosten. Und mit jedem Event wächst deine Liste: Der nächste Vorverkauf startet nicht bei null, sondern bei Menschen, die dich schon mögen.

Warum wir Kontakte so wichtig nehmen

Ein Ticketshop, der deine Käufer für sich behält, macht dich von seiner Reichweite abhängig. Bei Ticketwow gehören die Kontakte, die über deine Events entstehen, dir.

Veranstaltung mit Publikum

Jedes Event baut dein Publikum auf

Tickets verkaufen, Kontakte per Double-Opt-in sammeln und das nächste Event zuerst deinen Stammgästen ankündigen. Lege in ein paar Minuten los.

Jetzt kostenlos ausprobieren

Lust auf mehr? Weitere Artikel für Veranstalter findest du in der Übersicht des Ratgebers.

Allgemeine Informationen nach bestem Wissen, keine Rechts- oder Steuerberatung. Für deinen Einzelfall wende dich an einen Anwalt oder deinen Steuerberater.